Zielvorgaben fast erfüllt

November 17th, 2007 von goox

Ich war, wie schon erwähnt, einkaufen. Wie sich gegen Ende der heutigen Einkaufstour herausstellte gab es ein leichtes Ungleichgewicht zwischen dem angestrebten Soll und dem anschließenden Ist-Zustand.

Zielvorgabe war so in etwa: Ein oder zwei Jeanshosen und mindestens zwei Pullover. Da gibts dieses eine Geschäft wo wir mal reinschauen können.

Ergebnis war: Eine Jeans – soweit so gut. Und einen neuen Gürtel, den ich sowieso mal wieder brauchte. Ok. Leider gab es dort keine angemessenen Sweatshirts oder Pullover (die nette Verkäuferin belehrte mich, Pullover wären per Definition immer gestrickt, und ich suche wohl nach Langarm-Sweatshirts).

Also nochmal los, ein anderes Geschäft aufsuchen. Da ließ sich auch kein Pullover – Verzeihung, Sweatshirt – für mich finden, aber ich kaufte eine runtergesetzte, schöne Jacke. Ein Schnäppchen. Auf dem Weg fand meine Freundin ein Paar günstige Schuhe. Ebenfalls ein Schnäppchen. Und was macht Mann anschließend? Na klar: die Frau mit zum Elektrofachmarkt schleppen. Also rein in die Stadtmitte. Dort kamen dann noch ein paar Sonderangebote in den Wagen. Drei einzelne DVDs also, und eine DVD Box mit allen 5 Härri Potta Teilen zu einem unschlagbaren Preis.

Ach verdammt. Der DVD Player war doch kaputt gegangen… hm… na gut, kauften wir uns einen neuen. Aber diesmal einen richtig guten, nicht so ein 30 Euro Teil mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum. So tat ich es und handelte den Verkäufer mit einer herzergreifenden Geschichte über meine eigenen, drei armen Vollwaisen tatsächlich um 10 Euro herunter. Ich sollte eine Umschulung zum Basarhändler machen.

Und wo wir schon mal hier sind… kaufen wir doch Weihnachtsgeschenke für die Lieben. DVDs für Kinder und andere Elekronikteile, die hier nicht näher genannt werden sollen, damit die Überraschung nicht flöten geht.

Und einen günstigen USB Memoryick (2GB) habe ich dann auch noch geschossen, weil der neue Player das ja kann.

Ich rechne mal nicht mit: lecker Fischbrötchen, in der Stadt schön Kaffee trinken, und noch einen abschließenden Happen futtern, weil wir ja schließlich schon etwa 5 Stunden nur mit Einkaufen beschäftigt waren.

Achso, und als wir Zuhause waren, schellte doch der Paketbote mit einer Nachlieferung einer total schönen neuen Jacke für die Geliebte.

Alles in allem schön am Ziel vorbei geschossen und quasi pleite. Ach was solls.

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Kleine Übergrößen

November 17th, 2007 von goox

Tja, da muss ich jetzt gleich doch mal los, und mir eine Hose kaufen, die ein Nümmerchen größer ist. Und das auch noch VOR Weihnachten. Na spitze. Das wird ein Fest. Ausserdem leide ich an Pullover-Mangel.

Der schlimmste Umstand am Einkauf ist wohl, dass da was draufsteht, was nicht stimmt. Die Belügen uns. Beispielsweise ein L in den USA wäre in Deutschland ein XXL. Nicht nur, dass die Länder unterschiedliche Größen angeben, die zu Ihrem Kulturkreis passen, nein! So ist es auch Usus , dass eine hier angegebene Größe meist nicht den tatsachen entspricht, damit man(n) sich freut, reinzupassen. Nehmen wir mal fiktiv an, ich bräuchte schon ziemlich große Kleidung. So Hosengröße irgendwas circa ungefähr etwa möglicherweise vielleicht um 60 rum. Rein fiktiv. Dann werden mir mit ziemlicher Sicherheit einige Hosen bei 58 passen. Und wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, ob 60 oder 58…. dann werde ich laut Werbestrategen einige Entscheidungs-Pluspunkte bei der kleineren anlegen.

Und ich bin ein Mann. Jetzt stelle ich mir die Frauen vor, die sich sowieso schon in 38 reinquetschen und mit erstickter, heiserer Stimme postulieren: “passt super.” Summasummarum kann man sagen, wir alle tragen wohl lieber kleinere (Über)größen.

Und wie immer im Leben ist meist nicht drin, was draufsteht. Wie auch bei Katzenfutter, Babynahrung, der Steuererklärung oder bei Donauwellen. Das muss man sich klar machen und einfach hinnehmen.

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